Amtliche Infos und Gerüchte

Merke dir, welcher Sender im Ernstfall die amtlichen Informationen bringt. Glaube nicht jeder Nachricht – prüfe sie erst. Gib Gerüchte nicht weiter, sie können großen Schaden anrichten.

In einer Krise ist richtige Information überlebenswichtig. Gerüchte verunsichern — und manche werden gezielt gestreut, um Vertrauen zu zerstören. Merke dir heute, wo du im Ernstfall verlässliche Informationen bekommst.

Deine amtlichen Kanäle

  • Warn-App NINA und die Warnung direkt aufs Handy.
  • Radio: dein Regionalsender. Bei Stromausfall ist ein Kurbel-, Batterie- oder Autoradio die letzte funktionierende Informationsquelle.
  • Die Internetseiten deiner Stadt oder deines Landkreises und der Behörden.

Drei Fragen vor dem Teilen

  1. Ist die Quelle seriös? Wer hat es zuerst gemeldet? Gibt es einen echten Namen und ein Impressum?
  2. Gibt es Belege? Werden Quellen genannt? Gibt es einen Faktencheck?
  3. Berichten andere vertrauenswürdige Quellen dasselbe?

Schon ein einziges „Nein“ bedeutet: nicht weiterleiten.

Gut zu wissen

  • Sei besonders wachsam bei Nachrichten, die dich überraschen, dir Angst machen oder dich wütend machen. Genau solche Meldungen verbreiten sich am schnellsten — und genau darauf zielt Desinformation.
  • Auch Fotos, Stimmen und Videos können täuschend echt gefälscht sein.
  • Aufwiegelnde oder absurde Inhalte: melden, Quelle blockieren, nicht teilen. Ein Gerücht, das du nicht weitergibst, endet bei dir.
  • Schone in der Krise das Telefonnetz: Melde dich bei Angehörigen kurz per SMS („Ich bin sicher“), statt lange zu telefonieren. Freie Leitungen brauchen die Rettungskräfte.
  • Gönn dir Pausen von den Nachrichten. Feste Zeiten zum Informieren reichen — ständiges Mitlesen macht mürbe und hilft niemandem.

Wann du Hilfe holst

Im Zweifel: 112. Bei akuter Gefahr zählt der Notruf — nicht ein Beitrag in sozialen Medien.

Stand: 21. Juli 2026 · geprüft