Wenn Apotheken geschlossen sind oder du das Haus nicht verlassen kannst, musst du kleine Verletzungen und Fieber selbst versorgen können. Eine gefüllte Hausapotheke macht dich dafür handlungsfähig.
So geht’s
- Verbandmaterial als Grundlage: Am einfachsten ist ein fertiger Verbandkasten nach DIN 13164 — der gleiche wie im Auto. Darin sind Binden, Kompressen, Pflaster und Handschuhe.
- Mittel gegen Schmerzen und Fieber plus ein Fieberthermometer. Lass dich in der Apotheke beraten, was für euch passt.
- Persönliche Medikamente: Wer täglich Medikamente braucht, sorgt für einen Vorrat von mindestens 10 Tage. Sprich dafür mit Arzt oder Apotheke.
- Dazu: Mittel zur Wunddesinfektion, eine Pinzette und FFP2-Masken.
- Prüfe regelmäßig die Haltbarkeit und ersetze, was abgelaufen oder verbraucht ist.
Gut zu wissen
- Lagere die Hausapotheke trocken, nicht zu warm und für Kinder unerreichbar. Das Bad ist wegen der Feuchtigkeit kein guter Ort.
- Ein kleiner Teil davon — Pflaster, Verbandpäckchen, persönliche Medikamente — gehört zusätzlich ins Notgepäck.
- Das Wichtigste im Ernstfall kannst du ohne Ausbildung: fest auf eine stark blutende Wunde drücken. Wie das geht, zeigt die Seite Starke Blutung stoppen.
- Lass die Beipackzettel bei den Mitteln. Sie sagen dir im Ernstfall, wie viel wovon erlaubt ist.
Wann du Hilfe holst
Die Hausapotheke ist für kleine Beschwerden. Bei starken Schmerzen, hohem Fieber, das nicht sinkt, oder wenn du unsicher bist, hol ärztliche Hilfe. Im Notfall: 112.
