Bei einem längeren Stromausfall im Winter fallen die meisten Heizungen mit aus — auch Gas- und Ölheizungen brauchen Strom für Pumpe und Steuerung. Dann zählen zwei Dinge: die Wärme im Haus halten und nur sicher nachheizen.
So geht’s
- Zieht in einen kleinen Raum zusammen. Jeder Mensch gibt Wärme ab wie eine kleine Heizung — gemeinsam bleibt es länger warm.
- Haltet die Wärme drin: Türen zu, Ritzen mit Handtüchern oder Decken abdichten, Fenster mit schweren Vorhängen oder Decken abhängen.
- Zieht euch in Schichten an: Wolle, Mütze, Handschuhe. Nachts kommen die Betten in den warmen Raum, dazu gute Schlafsäcke oder dicke Decken.
- Wer einen Ofen oder Kamin hat: Brennstoff bevorraten und ihn rechtzeitig trocken lagern.
- Zusätzliche Heizgeräte nur, wenn sie ausdrücklich für Innenräume zugelassen sind. Sorge dabei für frische Luft und schalte sie aus, bevor ihr schlaft.
Achtung — Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid (CO): Grill, Holzkohle, Campingkocher, Heizpilze und Stromerzeuger gehören niemals in Wohnung, Keller oder Garage. Beim Verbrennen entsteht das Gas CO — unsichtbar, geruchlos und tödlich. Ein CO-Melder warnt dich, bevor es gefährlich wird.
Gut zu wissen
- Alkohol wärmt nicht — er lässt dich nur schneller auskühlen.
- Warmes Essen und warme Getränke helfen dagegen wirklich. Koche im Notfall draußen auf dem Campingkocher, nie drinnen.
- Kerzen geben etwas Licht, aber keine nennenswerte Wärme — mehr dazu auf der Seite Licht ohne Strom.
Wann du Hilfe holst
Im Zweifel: 112. Wird jemandem beim Heizen mit Gas, Kohle oder Brennstoff schwindelig oder übel, oder bekommt jemand Kopfschmerzen: sofort alle raus an die frische Luft — dann 112 rufen.
