Heizen ohne Strom

Nutze zum Heizen nur Geräte, die ausdrücklich für Innenräume zugelassen sind. Offene Flammen, Grills oder Campingkocher gehören niemals in die Wohnung.

Bei einem längeren Stromausfall im Winter fallen die meisten Heizungen mit aus — auch Gas- und Ölheizungen brauchen Strom für Pumpe und Steuerung. Dann zählen zwei Dinge: die Wärme im Haus halten und nur sicher nachheizen.

So geht’s

  1. Zieht in einen kleinen Raum zusammen. Jeder Mensch gibt Wärme ab wie eine kleine Heizung — gemeinsam bleibt es länger warm.
  2. Haltet die Wärme drin: Türen zu, Ritzen mit Handtüchern oder Decken abdichten, Fenster mit schweren Vorhängen oder Decken abhängen.
  3. Zieht euch in Schichten an: Wolle, Mütze, Handschuhe. Nachts kommen die Betten in den warmen Raum, dazu gute Schlafsäcke oder dicke Decken.
  4. Wer einen Ofen oder Kamin hat: Brennstoff bevorraten und ihn rechtzeitig trocken lagern.
  5. Zusätzliche Heizgeräte nur, wenn sie ausdrücklich für Innenräume zugelassen sind. Sorge dabei für frische Luft und schalte sie aus, bevor ihr schlaft.

Achtung — Lebensgefahr durch Kohlenmonoxid (CO): Grill, Holzkohle, Campingkocher, Heizpilze und Stromerzeuger gehören niemals in Wohnung, Keller oder Garage. Beim Verbrennen entsteht das Gas CO — unsichtbar, geruchlos und tödlich. Ein CO-Melder warnt dich, bevor es gefährlich wird.

Gut zu wissen

  • Alkohol wärmt nicht — er lässt dich nur schneller auskühlen.
  • Warmes Essen und warme Getränke helfen dagegen wirklich. Koche im Notfall draußen auf dem Campingkocher, nie drinnen.
  • Kerzen geben etwas Licht, aber keine nennenswerte Wärme — mehr dazu auf der Seite Licht ohne Strom.

Wann du Hilfe holst

Im Zweifel: 112. Wird jemandem beim Heizen mit Gas, Kohle oder Brennstoff schwindelig oder übel, oder bekommt jemand Kopfschmerzen: sofort alle raus an die frische Luft — dann 112 rufen.

Stand: 21. Juli 2026 · geprüft