Tank oder Akku halb voll halten

Halte den Tank deines Autos oder den Akku mindestens halb voll. Bei einem Stromausfall funktionieren Tankstellen und Ladesäulen oft nicht. So bleibst du beweglich, wenn es darauf ankommt.

Fällt der Strom aus, fallen auch Zapfsäulen und Ladesäulen aus. Wer dann mit leerem Tank oder leerem Akku dasteht, kommt nicht mehr weg — nicht zur Arbeit, nicht zur Familie, nicht aus der Gefahrenzone.

So geht’s

  1. Tanke, wenn die Anzeige die Hälfte erreicht. Nicht erst, wenn die Reserve-Lampe leuchtet. Das kostet nichts extra — du tankst nur früher.
  2. E-Auto: Lade regelmäßig, am besten über Nacht. Halte den Akku möglichst über der Hälfte.
  3. Vor angekündigten Lagen volltanken. Kommt eine Sturm- oder Hochwasser-Warnung, fahr vorher noch zur Tankstelle.
  4. Auch vor einer Evakuierung gilt: erst volltanken, dann losfahren — unterwegs kann es lange keine offene Tankstelle geben.

Gut zu wissen

  • Ein Reservekanister ist erlaubt, wenn er geprüft und zugelassen ist. Lagere Benzin nie in der Wohnung oder im Keller — die Dämpfe sind gefährlich.
  • Fürs Auto gehören dazu: ein Ersatzrad (und die Übung, es zu wechseln) und eine Papierkarte. Navigationsgeräte können ausfallen.
  • Der halbe Tank ist ein rollierender Vorrat, wie beim Essen: Du verbrauchst normal weiter und füllst nur früher nach.
  • Warum das wichtig ist: Zapfsäulen brauchen Strom zum Pumpen, Kassen und Kartenzahlung brauchen Strom sowieso. Ohne Notstrom steht die Tankstelle still — auch wenn ihre Tanks voll sind.
  • Die Versorgung mit Kraftstoff ist in einer Krise Aufgabe des Staates. Aber bis Nachschub überall ankommt, kann es dauern. Dein halber Tank überbrückt genau diese Lücke.

Wann du Hilfe holst

Im Zweifel: 112. Der Notruf ist für Notfälle da — nicht für einen leeren Tank. Aber wenn du mit dem Auto liegen bleibst und dadurch Menschen in Gefahr sind, zähl auf den Notruf.

Stand: 21. Juli 2026 · geprüft