Bei einem Angriff oder einer Explosion schützen dich drei Dinge: Abstand zu Glas, dicke Wände und amtliche Informationen. Die Gefahr sind Druckwelle, Splitter und Trümmer — nicht das, was man aus Filmen kennt.
So geht’s
- Draußen: Geh sofort in das nächste feste Gebäude. Keine Zeit mehr? Leg dich flach auf den Boden und schütze den Kopf mit den Händen — am besten hinter einer Mauer oder in einer Senke.
- Drinnen: Weg von Fenstern und Glas. Geh in einen innenliegenden Raum — mindestens 2 Wände zwischen dir und draußen. Am besten so tief wie möglich: in den Keller.
- Nutze keine Aufzüge.
- Bei Beschuss: Licht aus, nicht ans Fenster treten.
- Schalte ein Radio ein. Ein Kurbel- oder Batterieradio funktioniert auch ohne Strom. Folge den amtlichen Anweisungen.
- Bleib drinnen, bis die Entwarnung kommt.
Gut zu wissen
- Fass nach einer Explosion nichts Unbekanntes an — keine herumliegenden Gegenstände, keine Munition. Es können Blindgänger oder Sprengfallen sein.
- Schone das Telefonnetz: Schreib „Ich bin sicher“ per SMS, statt anzurufen. Freie Leitungen retten Leben.
- Deutsche Gebäude sind meist massiv gebaut. Dein Keller oder Flur bietet mehr Schutz, als du denkst.
- Heult die Sirene mit einem auf- und abschwellenden Ton, bedeutet das: Gefahr — geh hinein und informiere dich. Ein Dauerton ist die Entwarnung.
- Bleib so ruhig wie möglich und erkläre Kindern in einfachen Worten, was ihr tut und warum. Ein klarer Plan nimmt Angst — dir und den anderen.
Wann du Hilfe holst
Im Zweifel: 112. Bei Verletzten: Ruf den Notruf, sobald eine Leitung frei ist. Blutet eine Wunde stark, drücke fest darauf, bis Hilfe kommt. Mehr dazu auf der Seite Blutung stoppen.
